Seit 1973: Happy-Pipers Lucerne

Mehr als 40 Jahre Happy-Pipers! Vermutlich war der Zauberspruch gut, den die Gründer im Jahre 1973 gesprochen hatten. Die Band profitiert noch heute von Mitgliedern der ersten Stunde, die sich in all den Jahren für den stetig wachsenden Erfolg der Happy-Pipers engagierten. Ohne ihren geschätzten Einsatz würde die Band längst nicht mehr existieren. Es wird uns auch in Zukunft eine Freude sein, Ihren Anlässen in alter Frische einen Hauch Schottlands zu vermitteln.
Wir freuen uns auf Ihre Anfragen!

Zusammenfassung

The First Bagpipeband of Switzerland, besser bekannt unter dem Namen Happy-Pipers Lucerne, wurde im Jahre 1973 von Hans Reber und Roman Kaeslin gegründet.

 

Die Dudelsackband besteht aus ca. 15 Pipers und Drummers und wird musikalisch von Pipe Major Heinz Weyermann erfolgreich geleitet.

 

An Auftritten tragen die Luzerner Schotten das  traditionelle Highland Dress mit dem Tartan "MacBeth", wobei jedes  Mitglied neben der warmen Militäruniform auch über eine leichtere  Sommeruniform verfügt.

 

Das Wappen der Happy-Pipers, geschmückt mit den  Luzerner Stadtfarben, stellt ein mit der Hand gehaltenes Schwert dar,  umgeben mit den Worten «CONJUNCTA VIRTUTI FORTUNA« (Tapferkeit ist mit Glück verbunden).

 

Die Happy-Pipers Lucerne sind stolzes Mitglied der  RSPBA (The Royal Scottish Pipe Band Association) mit Sitz in Glasgow,  Schottland.

Bandinfo

Der Dudelsack

 

bald fünf Jahrtausende alt

 

Wir alle kennen den etwas monotonen, fast  melancholischen Klang der Dudelsackpfeife und die Farbenprächtigen,  reich geschmückten Uniformen mit dem Schottenrock, Kilt genannt. Über  die Herkunft dieses eigenartigen Blasinstrumentes ist man in der  Schweiz im allgemeinen schlecht informiert. Die Sackpfeife ist  ursprünglich kein schottisches Instrument. Der Dudelsack, vor Urzeiten  (zirka 2800 v.Chr.) im Orient als Hirtenflöte verwendet,  gelangte später von Babylonien über Ägypten, Kleinasien und  Griechenland zu den alten Römern, die ihn auf den Eroberungszügen auch  über die Alpen brachten. So wurde in unseren Gegenden Dudelsack  gespielt, bevor ihn die Schotten kannten.

 

Laut Robert Blasers Studie über das Schweizerische  Blasmusikwesen, hielten die Luzerner zu Beginn des 15. Jahrhunderts  vier Pfeifer, von denen einer 1422 in der Schlacht von Arbedo fiel.  Dass in der altschweizerischen Militärmusik auch der Dudelsack  gelegentlich verwendet wurde, beweisen Abbildungen in den  Diebold-Schilling-Chroniken. Sogar Bauwerke erinnern uns an jene  Zeiten, so zum Beispiel der Dudelsackpfeifer-Brunnen in Bern und  zwei in Sandstein gehauene Dudelsackbläser an der Fassade des  Stadthauses von Luzern. Im wahrsten Sinne des Wortes darf der Dudelsack  als ein altschweizerisches Folkloremusikinstrument bezeichnet werden.  Vielfach wurde er früher bei Festlichkeiten als Tanzmusikinstrument  verwendet. Im 16. Jahrhundert kam dann für den Dudelsack der soziale  Abstieg. Die Sackpfeife wurde zum Musikinstrument der Gaukler und Diebe  für ausgelassene Feste. Die Obrigkeit versuchte, das Dudelsackspielen  zu unterbinden, da man darin die Ursache für einen unsoliden  Lebenswandel sah. So wurde das Spielen dieses Instrumentes und das  Tragen des Kilts Ende des 18. Jahrhunderts in Schottland verboten und  erst 1882 wieder offiziell erlaubt.

 

Das Kernstück der schottischen Bagpipe bildet der  Sack aus Elch-, Schafs-, Rinds-, Ziegen- oder Känguruhleder, der beim  Spielen unter den Arm geklemmt wird. Durch ein Mundstück sorgt der  Bläser dafür, dass der Sack immer mit Luft gefüllt ist. Auf der oberen  Seite ragen drei Pfeifen (Drons) heraus, die immer den gleichen Ton  spielen und dem Dudelsack jenen etwas monotonen, durchdringlichen  Bordunklang geben. Am Vorderteil des Sackes ist der Chanter, eine  flötenähnliche Pfeife angebracht, auf der die Melodie gespielt wird.  Von den verschiedenen Dudelsäcken ist die Highland Bagpipe  die verbreitetste ihrer Art.

Rückkehr in die Schweiz

Der Gedanke, das Dudelsackspielen in der Schweiz  wieder aufleben zu lassen, wurde 1971 durch Hans Reber und Roman  Kaeslin verwirklicht. Mit einem Zeitungsinserat wurden Interessenten  gesucht, und es meldeten sich auf Anhieb so viele, dass der Gründung  der «First Bagpipe-Band of Switzerland», noch besser bekannt unter dem  Namen «Happy-Pipers» im Jahre 1973 nichts mehr im Wege stand. Einige  Anfangsschwierigkeiten gab es allerdings: Probleme mit den ersten  Dudelsäcken pakistanischer Herkunft; Beschaffung neuer  Originaldudelsäcke und Uniformen aus Schottland; vor allem aber  die Tatsache, dass von sämtlichen Vereinsmitgliedern niemand auch nur  eine Ahnung von der Kunst des Dudelsackblasens besass. Das Interesse am Dudelsackpfeifen war so gross, dass man sich die hiefür nötigen  Informationen direkt in Schottland holte und sie auch spontan bekam.  Für das Dudelsackspielen braucht es immerhin eine Lehrzeit von mehreren  Jahren.
Dieses Musikinstrument verlangt gute Atemfülle, geübte  Wangenmuskulatur, Fingerfertigkeit und Ausdauer.

 

Das Wappen der Happy-Pipers, geschmückt mit den  Luzerner Stadtfarben, stellt ein mit der Hand gehaltenes Schwert dar,  umgeben mit den Worten «CONJUNCTA VIRTUTI FORTUNA« (Tapferkeit ist mit  Glück verbunden). Am Kilt wird der Tartan des Schottischen Clans «MAC  BETH« getragen. Für den von Hand hergestellten Kilt benötigt man 6-8  Meter Stoff. Unter dem Kilt trägt der echte Schotte...

Popularität und Begeisterung

Durch mehrere Fernsehsendungen (Schweiz,  Deutschland, Holland und Österreich), diverse Tonträger und zahlreiche  Auftritte bei verschiedenen Anlässen sind die Happy-Pipers weit über  die Landesgrenze hinaus bekannt geworden. Der Dudelsackformation ist  auch ein Highland-Dancer angegliedert. Die Band stellt für Auftritte  einzelne Spieler oder Gruppen von 6 bis 20 Pipers und Drummers zur  Verfügung.

 

 

Single der Happy-Pipers,  1976

 

Die Erfolge im In- und Ausland blieben nicht aus.  So wurden die Happy-Pipers von der Britischen Fluggesellschaft British  Airways für die Feierlichkeiten zur Eröffnung der Direktfluglinie  Zürich -Manchester verpflichtet. Der Band wurde die einmalige Ehre  zuteil, an dem von der Britischen Botschaft in Bern veranstalteten Fest  zum 25-Jahr-Jubiläum der Thronbesteigung Ihrer Majestät, Königin  Elizabeth II., die zahlreichen diplomatischen Vertreter aus aller  Welt musikalisch zu unterhalten.

 

Bei Einweihungen von Bauten und Werken ist die Band  mehrmals als Sparsymbol eingesetzt worden, denn bekanntlich sollen ja  die Schotten zumindest sparsam, wenn nicht geizig sein. Auch bei  Firmenanlässen und Hochzeiten ist sie oft dabei.

 

Mit Genugtuung wird festgestellt, dass sich nicht  nur die Schottischen Vorbilder für die Happy -Pipers interessieren. Auch  internationale Bands aus Grossbritannien, Kanada, USA und Australien  unterhalten mit ihnen freundschaftliche Kontakte.

 

Immer wieder etwas Neues, das ist die Devise der  Happy-Pipers! So konnte TV-Präsentator Wysel Gyr eine Welturaufführung  Dudelsack mit Ländlermusik vorstellen. Als weitere Sensation gilt vor  allem im Ausland das Zusammenspiel Dudelsack mit Alphorn. Das  gemeinsame Auftreten mit verschiedenen Musik- und Gesangsformationen  brachte den unermüdlichen Pipers und Drummers weiteren Aufschwung, u.a.  mit dem legendären Schweizer Gesangstrio Peter, Sue und Marc, aber auch  mit den Holländischen Luvs. Auf dem Plattenmarkt brachte die LP Grüezi  Schottland, eine bunte Mischung von Dudelsack- und Ländlermusik, einen  weiteren Erfolg. Auf verschiedenen Tonträgern wurden Auftritte mit der  Ländlerkapelle Oberalp, u.a. anlässlich der TV-Sendungen Auf los geht's  los, Gala für Stadt und Land, festgehalten. Unvergesslich bleibt  der gemeinsame Auftritt mit The New Humphrey Lyttelton-Band, London.  Das Zusammenspiel mit der Pepe Lienhard-Band, wie auch der Gesang von  Maya Brunner mit den Happy-Pipers in der TV-Sendung Benissimo, werten  die Luzerner Dudelsackbläser als Glücksfall. Für die Good News-Konzerte  mit Rod Stewart ins Hallenstadion nach Zürich engagiert zu werden, darf  man als ein weiteres Highlight bezeichnen.

 

Regelmässig spielt die Band an internationalen  Curlingturnieren. So konnte sie mehrmals in Grindelwald, Leukerbad und  Flims die Europameisterschaften musikalisch umrahmen. Auch an den  Schweizer Curlingmeisterschaften in Leukerbad und Biel waren sie mit  von der Partie. In Lausanne waren es wiederum die Happy-Pipers, die zur  Eröffnungs- und Schlusszeremonie der Curling -Weltmeisterschaft und in  Grindelwald zur Junioren-WM verpflichtet wurden. An verschiedenen Golf-  und Polo-Sportveranstaltungen wurden ihre musikalischen Einsätze  ebenfalls sehr geschätzt.

 

Aber auch für den Schweizer Fussball mussten sie  herhalten, so mit der Rasenshow im St. Jakobsstadion in Basel,  anlässlich des Meisterschaftsspieles Basel-Servette. Auf der Allmend in  Luzern sorgten sie für Riesenspektakel anlässlich der Fussballspiele  Luzern-Vevey (Cup Viertelfinal ) und Luzern-Servette (FCL  Schweizermeister). Der Auftritt beim EM- Qualifikationsspiel  Schweiz-Schottland im Wankdorfstadion in Bern zählt zu den Höhepunkten  der Band.

 

Zur Freude der Soldaten und Offiziere bringen  einige Bandmitglieder alljährlich mit dem Dudelsack in  Wiederholungskursen und Manövern neuartige Töne in den grauen  Militäralltag.

Happy-Pipers verkörpern Living Switzerland

Für den Staatsbesuch Ihrer Majestät, Königin  Elizabeth II. mit ihrem Gemahl Prinz Philipp in der Schweiz, wurden die  Luzerner Schotten durch das Eidg. Politische Departement für auswärtige  Angelegenheiten, zum Spiel eingeladen. Christoph Demarmels, Lehrer am  Konservatorium in Zürich, komponierte für das Englische Staatsoberhaupt  The Queen Elizabeth II March. Dieser Anlass wurde in einer eigens dafür  geschaffenen Weinetikette festgehalten.

 

Unter dem Motto England in der Musik durften die  Happy-Pipers die Internationalen Musikfestwochen Luzern offiziell  eröffnen. Die Luzerner Schotten wurden ebenfalls bei der Eröffnung des  neuen Kunst- und Kongresshauses Luzern engagiert.

 

Die Band nimmt auch oft an grossen Umzügen (Rosen-,  Winzer- und Musikfeste) sowie an diversen Pferdeveranstaltungen im In-  und Ausland teil. An eidgenössischen Festen wie das der Ländlermusik,  der Hornusser, der Schwinger, der Jodler und Alphornbläser und der  Tambouren und Pfeifer, waren die Happy-Pipers dabei. Am Comptoir Suisse  in Lausanne wie auch an der OLMA in St. Gallen wussten die Luzerner  Schotten zu begeistern.

 

Mit der Herausgabe eines weiteren Tonträgers  versuchen die Happy-Pipers auf eine originelle Art auch noch andere  Musikstilrichtungen zu erfassen. Gutes Beispiel dafür ist das  gemeinsame Konzertieren im der MG Oberrüti.

 

Die Band versucht mit der Auswahl und  Interpretation der Musikstücke einen eigenen Stil zu prägen. Im  Repertoire sind deshalb auch Schweizer Melodien enthalten. So findet  man nebst den traditionellen schottischen Stücken auch einige  Eigenkompositionen. Diese uralte und für uns doch neue Art der  Folklore wird in der Schweiz ganz bestimmt Erfolg haben. Wo immer der  Dudelsack und der dazugehörende Rhythmus in Erscheinung treten, überall  erobern sie die spontane Sympathie der Zuhörer.

 

In einer eigens geschaffenen Chronik sind alle  Aktivitäten und Engagements der Band lückenlos aufgezeichnet und illustriert. Diese wurde zur Einsicht im Staatsarchivs des Kantons Luzern eingelagert.